Der Mechaniker Carl Zeiss eröffnete in Jena 1846 eine Werkstatt für mechanische und optische Geräte, besonders Mikroskope. Wissenschaftliche Unterstützung erhielt Zeiss durch Ernst Abbe, der sich ab 1875 an der Firma beteiligte. Unter der Mitarbeit von Otto Schott gingen Zeiss und Abbe daran, Glassorten mit stets stabilen Eigenschaften herzustellen. Unter dem Dreigestirn Zeiss, Abbe, Schott entstand ein Unternehmen von Weltgeltung mit einer einmaligen Kombination von Forschung, Technik und Industrie. In den 1880er Jahren begann die Fertigung von Jenaer Glas. Nach dem Tod von Zeiss wurde Abbe alleiniger Leiter der Zeiss-Werke. Er stellte durch die Carl-Zeiss-Stiftung eine Verbindung von Industrieunternehmen, Forschung und Universität her, die für den Ausbau der Jenaer Universität von großer Bedeutung war. Abbes sozialpolitische Gesamtkonzeption war umfassend. Er legte fest, dass der Profit des Unternehmens zum Wohl der Allgemeinheit eingesetzt werden solle.