DFG-Projekte

 

Wissenschaftliche Aufarbeitung, Digitalisierung und Präsentation der "Bibliotheca Electoralis"

Zeitraum Juni 2008 - Dezember 2012

Projekt der ThULB

Projektleitung: Dr. Sabine Wefers

Die ThULB Jena verwahrt mit der "Bibliotheca Electoralis" einen Schatz frühneuzeitlichen Wissens von europäischem Rang. Der unter Kurfürst Friedrich dem Weisen (1463-1525) initiierten Sammlung sind etwa 1.500 Drucke des 15./16. Jahrhunderts und ungefähr 150 mittelalterliche Handschriften (u. a. die Jenaer Liederhandschrift) zuzuordnen. Die Bibliothek diente gleichzeitig als Hof- und Universitätsbibliothek. Als Wissensquelle und Wissensspeicher wurde die "Bibliotheca Electoralis" von den Protagonisten der Reformation - u. a. von Martin Luther und Phlipp Melanchthon - genutzt. Das Ziel des Projektes ist die wissenschaftliche Aufarbeitung, Digitalisierung und Präsention der "Bibliotheca Electoralis" im Rahmen von UrMEL.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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Digitalisierung, Erschließung und wissenschaftliche Bearbeitung der Kalenderblätter des Stadtarchives Altenburg sowie Aufbau eines offenen Kalenderportals

Zeitraum: Oktober 2008 - Oktober 2011

Gemeinschaftsprojekt der ThULB des Instituts für Deutsche Presseforschung der Universität Bremen (DP Bremen) sowie der Stadtverwaltung Altenburg, Stadtarchiv

Projektleitung: Dr. Sabine Wefers

Projektpartner: Prof. Dr. Holger Böning, Michael Wolf

Die Jahreskalender sind ein herausragendes "Massenmedium" der Frühen Neuzeit, in denen sich die geistig kulturellen Implikationen einer Zeit und die konstitutive Verfasstheit einer Epoche auf eindrucksvolle Art widerspiegeln. Im Rahmen des Projektes werden rund 3.700, im Archiv der Stadt Altenburg (Thür.) verwahrte Schreibkalender bibliografisch erfasst, digitalisiert und wissenschaftlich bearbeitet - sowie digital publiziert. Damit wird die Grundlage für eine effiziente wie substanzielle wissenschaftliche Erforschung dieser kulturhistorische außerordentlich wertvollen Quellen gattung geschaffen.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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Aufarbeitung des Nachlasses von Clemens von Delbrück (1856-1921) in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) für eine frei zugängliche Internetpräsentation zur Parlamentarisierungs- und Parteienforschung

Zeitraum: September 2009 - September 2011

Gemeinschaftsprojekt der ThULB und des Historischen Seminars der Technischen Universität Braunschweig

Projektleitung: Prof. Dr. Matthias Steinbach (TU Braunschweig)

Projektpartner: Dr. Sabine Wefers (ThULB)

Der in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) verwahrte Nachlass Clemens von Delbrücks (1856-1921) ist ein zentraler Quellenbestand zur Geschichte des Deutschen Kaiserreichs und der frühen Weimarer Republik. Delbrück durchlief eine außergewöhnliche Karriere, die ihn in hohe Positionen der preußischen Verwaltung führte und darin gipfelte, dass er als Staatssekretär von 1909 bis 1916 die Reichsinnenpolitik mitbestimmte und 1918 letzter Chef des Kaiserlichen Zivilkabinetts war. 1919 gehörte Delbrück zu den maßgeblichen Autoren der Weimarer Reichsverfassung. Delbrücks Nachlass ist noch nicht erschlossen und der Forschung unbekannt. Projektziel ist neben der Ordnung und Feinerschließung des Nachlasses dessen Digitalisierung sowie die bereits während der Erschließung schrittweise erfolgende Online-Veröffentlichung aller Erschließungsergebnisse und Digitalisate im Rahmen von UrMEL, gefolgt von der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Nachlasses und deren Publikation in der Reihe "Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien". Das offen angelegte Konzept von UrMEL sowie die Anwendung zentraler Erschließungsstandards (RNA) ermöglichen die Integration in überregionale Informationssysteme und -verbünde.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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Religion und Politik in protestantischen Predigten des 16. und 17. Jahrhunderts im thüringisch-sächsischen Raum. Tiefenstrukturanalyse und Erschließung von gedruckten und handschriftlichen politischen Predigten der Forschungsbibliothek Gotha.

Gemeinschaftsprojekt des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt / Gotha. Die Projektergebnisse werden im Rahmen von UrMEL zur Verfügung gestellt.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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Aufarbeitung des Nachlasses Georg Rörers (1492-1557) in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) für eine offene Online-Plattform zur Luther- und Reformationsforschung

Zeitraum Juni 2008 - Juni 2010

Gemeinschaftsprojekt der ThULB und des Lehrstuhls für Kirchengeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Projektleitung: Dr. Sabine Wefers

Projektpartner: Prof. Dr. Volker Leppin

Der in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) verwahrte Nachlass Georg Rörers (1492-1557) - 35 Handschriften und zwei gedruckte Bibel-Handexemplare - ist eines der zentralen Quellenmonumente zur Reformationszeit. Rörer war engster Mitarbeiter Martin Luthers, dessen Werke und Wirken er, vielfach singulär, in seinen Handschriften ebenso dokumentierte wie Texte weiterer Protagonisten der Reformation. Rörers Handschriften sind der Forschung seit langem bekannt, jedoch nie für sich betrachtet in ihrer Gesamtheit kodikologisch wie reformations- bzw. rezeptionshistorisch aufgearbeitet worden. Projektziel ist neben der Digitalisierung die Tiefenerschließung und wissenschaftliche Aufarbeitung dieses Fundus, vor allem aber - als innovativer Schritt - die Schaffung einer auf Rörers Material basierenden, ergebnisoffenen und international rezipierbaren moderierten Offenen Forschungsplattform zur Luther- und Reformationsforschung. Den technischen Rahmen bildet die University Multimedia Electronic Library of Jena (UrMEL). Rörers Bibliothek wird hierbei virtuell wiedererstehen und in ein modernes, digitales Zugriffssystem überführt. Das offen angelegte Konzept von UrMEL sowie die Anwendung internationaler Erschließungsstandards ermöglichen die Integration in weitere übergreifende Informationssysteme und -verbünde.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

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Theater und Musik in Weimar von der Ära Hummel bis zum Ende des Hoftheaters (1819-1918)

Zeitraum: März 2009 - März 2012

Gemeinschaftsprojekt der ThULB, des Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar (ThHStAW) und der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar (HfM)

Projektleitung: Dr. Sabine Wefers (ThULB), Dr. Bernhard Post (ThHStAW), Prof. Dr. Detlef Altenburg (HfM)

Während die Bedeutung des Weimarer Theaters der Goethe-Zeit für die Literatur-Theater- und darüber hinaus für die deutsche Geistesgeschichte - von der Forschung umfassend untersucht ist, wurden aus der Erkenntnis, dass das Weimarer Theater im 19. Jahrhundert als Wirkungsstätte von Musikern mit europaweiter Strahlkraft wie Johann Nepomuk Hummel, Franz Liszt und Johann Strauss zu einer Spielstätte des Musiktheaters von Rang aufstieg, erst in Ansätzen die erforderlichen Konsequenzen für die Forschung gezogen. Insbesondere sind grundsätzliche Fragen des Gesamtrepertoires und der Aufführungspraxis dieser Bühne mit Ausnahmecharakter noch nicht erforscht. Die Theaterzettel des Weimarer Hoftheaters sind hierfür eine zentrale Quelle der kultur- und geisteswissenschaftlichen Forschung. Insgesamt sind aus dem zu untersuchenden Zeitraum fast 19.000 Theaterzettel zu Aufführungen des Hoftheaters vorhanden. Diese Theaterzettel sollen digitalisiert und in einem virtuellen Gesamtbestand, chronologisch nach Aufführungsterminen geordnet, zusammengeführt werden. Das Projekt beabsichtigt, diese bedeutsame Quelle zu erschließen und der Forschung über UrMEL leicht zugänglich zu machen. Dies gewinnt im Zusammenhang mit dem Liszt-Jahr 2011 und den damit in Zusammenhang stehenden weltweiten Forschungsvorhaben zusätzlich an Bedeutung.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektwebseite (in Kürze)

 

Weitere Projekte



Digitalisierung, Erschließung und Präsentation der historischen Bestände der Bibliothek von Christian Gottlieb Buder (1693-1763)

Projekt der ThULB

Mit der Bibliothek des Juristen und Historikers Christian Gottlieb Buder (1693-1763) verwahrt die ThULB Jena ein geschlossenes literarisches Ensemble von universaler Bedeutung und überregionaler Ausstrahlung. Die Sammlung umfasst Literatur zu sämtlichen damaligen Wissensgebieten, darüber hinaus herausragende Handschriftenexemplare. Die Bibliothek, welche C. G. Buder der heutigen ThULB überließ, bildet mit ihren herausragenden Hand- und Druckschriften ein umfassendes Schriftenkonvolut, welches in den Kontext zu schaffender überregionaler digitaler Präsentationssysteme einfließen soll.

Förderer: Land Thüringen

Zugang



Digitalisierung und Erschließung der Heescheschen Collectaneen

Gemeinschaftsprojekt der ThULB und des Staatsarchivs Rudolstadt

Ludwig Friedrich Hesse verwaltete von 1837 bis 1867 die Fürstliche Bibliothek und das Geheime Archiv Rudolstadt. Als Grundlage seiner Forschungen trug Hesse äußerst umfangreiche Materialien zur thüringischen, insbesondere schwarzburgischen Geschichte zusammen. In die Hesseschen Collectaneen sind ältere Sammlungen eingeflossen. Zum größten Teil bestehen sie aus Abschriften von Urkundenbüchern, Manuskripten und gedruckten Werken. Im Rahmen des Projektes wurde eine Beispielapplikation für die Erschließung und Online-Bereitstellung historischer Akten unter Berücksichtigung geltender Standards entwickelt (EAD). Die Redigitalisierung vom Sicherheitsfilm (ca. 1.700.000 Digitalisate) war Teil des Projektes. Die so erzeugten Digitalisate wurden den aus dem Online-Findbuch übernommenen Metadaten zugeordnet. Die Anwendung bildet die Grundlage für die Integration weiterer Bestände aus anderen Archiven.

Zugang



Digitalisierung der Jenaer Liederhandschrift

Projekt der ThULB

Die um 1330 in Mitteldeutschland für einen Auftraggeber von hohem Rang angefertigte Jenaer Liederhandschrift (Ms. El. f. 101; Forschungssigle J) ist der kostbarste Schatz der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) Jena. Sie enthält die bedeutendste Sammlung mittelhochdeutscher Sangspruchdichtung im mitteldeutschen Raum. Ihre besondere Stellung als Kulturerbe ersten Ranges verdankt der ungewöhnlich großformatige und repräsentativ ausgestattete Codex außerdem der Tatsache, dass er Musiknotation enthält und somit eine Liederhandschrift im besten Sinn ist. Etwa die Hälfte der enthaltenen Texte und ein Großteil der Melodien sind allein in dieser Handschrift erhalten. 1549 gelangte sie mit der "Bibliotheca Electoralis" aus Wittenberg an die Jenaer Bibliothek

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Einsteinjahr 2005

Projekt der ThULB

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Johann Gerhard (1582-1637). Sein Handexemplar der Lutherbibel 1541

Gemeinschaftsprojekt der ThULB, des Lehrstuhls für Kirchengeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Instituts für Kirchen- und Dogmengeschichte der Universität Hamburg

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Jenaer Martyrologium

Digitalisierung und multimediale Aufbereitung des Jenaer Martyriologiums.

Projekt der ThULB

Zugang



Jupiter - J[enae]U[niversum]PI[cturarum]TER[rae]

Bilddatenbank

Projekt des Lehrstuhls für Kunstgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena imRahmen von UrMEL (Zugriff beschränkt)

Zugang



Kirchliches und schulisches Zeitschriftenwesen

Gemeinschaftsprojekt des Lehrstuhls für Religionspädagogik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der ThULB im Rahmen von Journals@UrMEL

Im Rahmen des Projektes werden ausgewählte religionspädagogische Periodika des 19. und früheren 20. Jahrhunderts digitalisiert, erschlossen und über UrMEL in digitaler Form präsentiert. Die Bereitstellung der Materialien in digitaler Form soll der kirchen- und bildungsgeschichtlichen Erforschung Thüringens neue Impulse verleihen und sukzessive erweitert werden. Neben wissenschaftlichen Zeitschriften werden Kirchen- und schulamtliche Verordnungs- und Nachrichtenblätter sowie Synodenberichtssammlungen im digitalen Volltext zugänglich gemacht.

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Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (MDSZ)

Gemeinschaftsprojekt der ThULB, der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt / Gotha, dem Staatsarchiv Rudolstadt und dem Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg.

Die in digitaler Form edierten Selbstzeugnisse wurden alle in oder unmittelbar nach der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) verfasst. Die aus Thüringen stammenden Selbstzeugnisse stellen vier besonders interessante Beispiele aus einer weit größeren Anzahl überlieferter Texte dar. Sie zeigen, dass und wie dieser Krieg aufgeschrieben wurde: wie seine Gewalthandlungen im Alltag der Menschen wahrgenommen, erlitten und erinnert und wie diese Wahrnehmungen der Kriegsgewalt codiert und repräsentiert wurden. Die Texte werden hier in digitaler Form publiziert. Neben einer Präsentation der Faksimiles der Originaldokumente sind die in sprachlich leicht modernisierter Form transkribierten Texte nicht mehr mit einem konventionellen editorischen Anmerkungsapparat versehen, sondern mit einer reichen Sach-, Personen- und Ortskommentierung, die als Hypertext über ein elektronisches Verweissystem zugänglich wird. Der Umfang der hier edierten Textseiten umfasst insgesamt 2636 Seiten wie auch große Menge kommentierender Einzelinformationen.

Zugang



Thüringen Legislativ Exekutiv (Verfilmung, Digitalisierung und Internetpräsentatioon von amtlichen Drucksachen des Landes Thüringen und seiner historischen Vorgängerstaaten)

Gemeinschaftsprojekt der ThULB und der Thüringer Staatsarchive

Ziel des Projektes sind die Verfilmung, Digitalisierung und Internetpräsentation amtlicher Drucksachen des Landes Thüringen (1920-1952) und der diversen Vorgängerstaaten auf dem Gebiet des heutigen Freistaates. Im Anschluss an ihre Verfilmung werden die in Thüringer Staatsarchiven und wissenschaftlichen Bibliotheken verwahrten Materialvorlagen digitalisiert und in strukturierter und digital aufbereiteter Form im Rahmen von UrMEL zur Verfügung gestellt. Gegenstand des Projektes sind neben Parlamentsdrucksachen auch Amts- und Verordnungsblätter sowie weiteres Schrifttum amtlicher Inhalte aus dem 19. Jahrhundert bis 1952. Die Realisierung des Projektes erfolgt im Einklang mit entsprechenden archivischen Initiativen zur Bestandserhaltung und "Sicherung und Nutzung durch bildgebende Verfahren-Fototechnik".

Förderer: Land Thüringen

Zugang



Universitätsgeschichte(n) - 450 Jahre Universität Jena in den Beständen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena

Projekt der ThULB

Das Jahr 2008 stand für die Friedrich-Schiller-Universität Jena ganz im Zeichen ihres 450jährigen Jubiläums. Aus diesem Anlass illustrierte die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) im Rahmen einer Ausstellung mit Exponaten aus ihren Beständen den Weg der Universität Jena von deren Gründung bis in die neueste Zeit. Als Nachklang dieser Ausstellung soll die vorliegende Präsentation allen Interessierten einen Überblick über Jenas Universitätsgeschichte(n) vermitteln.

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